Blog Image

CTC_Autohoefe_CAR_TRUCK_CENTER

Wir suchen im gesamten Bundesgebiet nach Grundstücken

Grundstücksgröße: 30.000 - 60.000 m² für Autohöfe
Grundstücksgröße: 30.000 - 200.000 m² für Logistik - Parks

- gesucht werden Tankstellenbetreiber, Gastronomie/Hotel Mieter
- Outlet Betreiber und Fastfood Filialisten

BESTER AUTOHOF 2019: Die Gewinner stehen fest

Deutschland Posted on Wed, September 18, 2019 23:35:17

Vom 15. Februar bis zum 15. Juli 2019 konnten Leser an der Leser- und Expertenwahl BESTER AUTOHOF teilnehmen. Nun wurden die besten Autohöfe in sechs Kategorien ausgezeichnet und prämiert.

Siegerfoto BESTER AUTOHOF 2019 (Foto: HUSS-VERLAG)

Siegerfoto BESTER AUTOHOF 2019 (Foto: HUSS-VERLAG) 18.09.2019Redaktion (allg.)

An der Leser- und Expertenwahl BESTER AUTOHOF konnten nicht nur Leser, sondern auch Geschäfts- und Urlaubsreisende teilnehmen, die auf den bundesdeutschen
Autohöfen eine Pause einlegten. Ausgezeichnet wird das Engagement der Autohöfe, die sich 24 Stunden rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr um das Wohl der Reisenden bemühen.

Über 200 Autohöfe standen bei der Leser- und Expertenwahl zur Auswahl. Bewertet wurden die persönlichen Erfahrungen in sechs Kategorien je Autohof:

Sicher Parken: Hier gibt es saubere und übersichtliche Parkplätze, gute Beleuchtung oder eine Videoüberwachung. Auch nachts fühlt sich der Gast hier sicher.

Gastronomie: Hier stimmen Qualität, Preis und Leistung. Das Essen schmeckt lecker. Gute Dienstleistung und eine Auswahl an Speisen im Bistro und Restaurant.

Service: Hier wird der Besucher zuvorkommend bedient. Das Personal ist freundlich und bietet einen netten Service oder eine helfende Hand.

Familie: Hier sind Kinder willkommen. Kinderspeisekarte, Spielplatz oder Spielecke werden angeboten. Der Kinderbereich ist sauber und sicher.

Wohnmobil: Hier ist der Urlauber und Reisemobilist ein gern gesehener Gast. Im Reisemobil übernachtet man ruhig und sicher in der Nähe des Restaurants.

Innovation: Hier werden Ideen realisiert, wie Sicherheitsparkplätze, Anschlüsse für Kühlfahrzeuge, E-Mobilität, Wasserstoff-Tankstellen oder Erd- und Autogas.

Die Sieger wurden erst am Galaabend informiert und erhielten im Porsche-Museum ihre Auszeichnungen. Die Awards wurden von Repräsentanten der Partner VEDA, SAF Holland, SVG Hessen, Schlossmacher und Vogt, SONAX, dem Deutschen Caravan Institut (DCI), Allride und WashTec übergeben. Neben den Siegern in den verschiedenen Kategorien wurden weiterhin drei Lieblingsautohöfe prämiert.

Die Gewinner-Autohöfe der Leserwahl BESTER AUTOHOF 2019

Kategorie Sicher Parken

Platz 1: Euro Rastpark Schweitenkirchen

Platz 2: 24-Total Autohof Bad Rappenau

Platz 3: Autohof Strohofer Geiselwind

Gastronomie

Platz 1: 24-Total Autohof Bad Rappenau

Platz 2: Euro Rastpark Schweitenkirchen

Platz 3: Hoyer AH Hamburg Süd / Rade

Service

Platz 1: Euro Rastpark Schweitenkirchen

Platz 2: Kempe´s Esso Autohof Ansbach

Platz 3: Bergler Autohof Neuhaus

Familie

Platz 1: Autohof Strohofer Geiselwind

Platz 2: Kempe´s Autohof Burghaslach

Platz 3: Aral Autohof Porta Westfalica

Wohnmobil

Platz 1: Autohof Strohofer Geiselwind

Platz 2: SVG Autohof Lohfeldener Rüssel

Platz 3: Total Autohof Grand Grill

Innovation

Platz 1: 24-Total Autohof Bad Rappenau

Platz 2: Euro Rastpark Himmelkron

Platz 3: Europa-Park-Rasthof Herbolzheim

Lieblingsautohof

Platz 1: Autohof Strohofer Geiselwind

Platz 2: 24-Total Autohof Bad Rappenau

Platz 3: Euro Rastpark Schweitenkirchen



Parkplatznot und Ladungskriminalität an deutschen Autobahnen

Deutschland Posted on Sat, September 07, 2019 09:15:22

Faktenaustausch mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten und Mitglied des Bundestagsverkehrsausschusses Udo Schiefner mit Vertretern des Branchenverbands Deutscher Autohöfe VEDA, Fachjournalisten und der Uni Duisburg-Essen am TOTAL – Autohof Krefeld

(lifePR) ( Kuddewörde, 06.09.19 ) Wer tagsüber, vorbei an endlosen LKW Kolonnen, fährt und dann abends die überfüllten Autobahnparkplätze und Autohöfe sieht, kann erahnen, wie groß die Not der LKW-Fahrer und Spediteure ist. Deshalb suchen Branchenverbände den Schulterschluss mit engagierten Fachpolitikern zu aktuellen Themen wie dem Parkplatzmangel entlang der Autobahn, zu Ladungskriminalität oder zur Lösung der sozialen Probleme vieler LKW Fahrer.

Der LKW-Verkehr nimmt auf deutschen Autobahnen deutlich schneller zu, als neue Parkplätze gebaut werden können. Bislang können neue LKW-Parkplätze aus Mitteln des Bundes nur direkt auf Autobahnparkplätzen ausgebaut werden. Schiefner regte an, auch schnelle und wirtschaftliche Erweiterungsmöglichkeiten an bestehenden Autohöfen zu prüfen. VEDA Geschäftsführer Alexander Quabach sicherte zu, geeignete Standorte zu benennen. „Wir haben bundesweit an vielen Autohöfen Reserveflächen mit Baurecht. Autohöfe könnten mit Unterstützung des Bundes schnell und pragmatisch viele zusätzliche Parkflächen schaffen“.

Zeitraubende Parkplatzsuche, saubere Toiletten, Duschen und bezahlbares Essen zu finden, sind tägliche Probleme für die Fahrer. Udo Schiefner informierte sich eingehend über die Bedingungen für die Fahrer am Autohof. Wenn man mit seinem LKW einen Parkplatz am Autohof bekommt, dann ist die Welt meist in Ordnung: saubere Sanitärräume und ein freundliches Restaurant. Am TOTAL Autohof Krefeld z. B. sind zwei Mitarbeiter 16 Stunden am Tag nur mit dem Sauberhalten der Sanitäreinrichtungen und der Außenanlagen beschäftigt.

Grenznahe Autobahnen sind Brennpunkte der Ladungskriminalität.
Während Zigaretten und Medikamente besonders gesichert auf Tour gehen und meist in speditionseigenen Sicherheitslagern abgestellt werden, wird aus abgestellten LKW heute alles geklaut, was sich im Internet oder im grauen Markt verkaufen lässt. Autohofbetreiber Gegic: „Durch ein gesichertes Umfeld mit Schrankenanlagen, viel Licht einer modernen Videoüberwachung und einem übersichtlichen Parkplatz sind wir für Kriminelle nicht attraktiv. Wir haben keine Übergriffe hier am Autohof Krefeld“.

LKW-Parkgebühren von 12 € für eine Übernachtung können am TOTAL Autohof Krefeld zwar mit 8 € im Restaurant verrechnet werden. Schiefner sorgte sich trotzdem, wie sichergestellt werden kann, dass der Spediteur bzw. deren Auftraggeber und nicht der Fahrer mit den Park- und Sicherheitsgebühren belastet wird. Die Autohöfe drängen in diesem Zusammenhang darauf, die Parkgebühren komplett über Flottenkreditkarten abrechnen zu lassen. Die Fahrer als schwächstes Glied in der Kette dürften nicht mit Transportkosten belastet werden.

Bei der Bahn seit Jahren eine Selbstverständlichkeit: Abwasser und Fäkalien gehören nicht in den nächsten Gully. Noch immer entwässern zu viele Reisebusse ihre vollen Fäkalientanks unter freiem Himmel über einem offenen Kanal – zur Not auf dem nächsten Parkplatz. Die Autohöfe in der VEDA und große Reisebusunternehmen fordern deshalb eine saubere und europäische Lösung. Pilotprojekte mit Absaugreinrichtungen stehen bereits an mehreren Busterminals und Autohöfen. Alexander Quabach: „Wenn die Alternative bei der Busentsorgung nicht ein Loch im Boden ist, sind unsere Autohofbetreiber sicher zum Investment bereit“. Udo Schiefner hat sich zu diesem Thema bereits in den letzten Monaten mehrfach an das Bundesverkehrsministerium gewandt. Er sicherte zu, erneut das Verkehrs- und auch das Gesundheitsministerium darauf anzusprechen.

Neue und alternative Kraftstoffe sind ein großes Thema der Transportbranche.
Beim Aufbau eines leistungsfähigen Versorgungsnetzes drängt der SPD-Politiker auf ein verstärktes Engagement auch bei den Autohöfen. Die VEDA verwies darauf, dass an großen Autohöfen flächendeckend Elektroladestationen der neuesten Generation eingerichtet werden.
Die meisten Tesla-Supercharger findet man in Deutschland an Autohöfen. Im Pilotnetz entlang der Autobahnen finden sie an vielen Standorten bereits Wasserstoffanlagen. „Das Netz für LNG – tiefkaltes flüssiges Erdgas – wird gerade geplant“.
VEDA: „Unser Vorteil ist, dass die Anlagen an Autohöfen aus beiden Fahrtrichtungen der Autobahn angefahren und auch aus dem Umland genutzt werden können. Dadurch reduzieren sich die Anfangskosten in der Startphase deutlich und man gewinnt viel Zeit durch kurze Wege“.

Die Teilnehmer danken Udo Schiefner für sein fachliches Engagement im Bundestag und im Verkehrsausschuss.



„Schluss mit der Abzocke!“ – Deutsche Raststätten verstaatlichen?

Deutschland Posted on Tue, July 16, 2019 23:24:18

In den 90er
Jahren wurden die deutschen Autobahn-Raststätten privatisiert. Seitdem
sprudeln die dort Einnahmen durch stetig steigende Preise für
Verbraucher – die Entlohnung der Angestellten aber bleibt meist weit
unter Tarif. Die Linke will dem nun einen Riegel vorschieben und stößt
eine Initiative zur erneuten Verstaatlichung der Raststätten an.

Für Autofahrer ist es ein bekanntes Problem: Wenn auf langen Fahrten
die Blase drückt oder sich der Hunger meldet, versprechen Raststätten
entlang der deutschen Autobahnen schnelle Abhilfe. Doch der
Toilettenbesuch ist meist nicht umsonst und für eine Portion Currywurst
mit Pommes sind nicht selten Preise über 10 Euro zu zahlen. Die
Angestellten selbst haben davon wenig, ihre Bezahlung liegt oft unter
Tarif.


Das Monopol am Straßenrand

Profiteur ist das private Dienstleistungsunternehmen „Tank & Rast“,
das für nahezu alle deutschen Autobahnraststätten die Konzession
besitzt. Sie verpachtet die Raststätten in der Regel für eine
Vertragslaufzeit von vier Jahren. Zusätzlich betreibt der Konzern mit
Sitz in Bonn auch eigene Tankstellen und Autohöfe. Mit über 450
Raststätten, rund 360 Tankstellen und 50 Hotels ist „Tank & Rast“
die größte Dienstleistungsgesellschaft dieser Art in Deutschland.
Zuletzt machte sie einen Umsatz von über einer Milliarde Euro pro Jahr.


Nur die Spitze des Eisbergs?

Das ist der Partei Die Linke ein großer Dorn im Auge. Der
Bundestagsabgeordnete Victor Perli fordert deshalb nun stellvertretend
für seine Fraktion die Wiederverstaatlichung der deutschen Raststätten.
In einer offiziellen Erklärung heißt es:

„Dass für einen einfachen Toiletten-Gang 70
Cent fällig werden, von denen dann nur 50 Cent als Gutschein eingelöst
werden können, ist nur die Spitze des Eisberges einer vollkommen
gescheiterten Privatisierung an Investoren, denen jedes Mittel Recht
ist, ihre Gewinne zu erhöhen – mit ausdrücklicher Billigung der
Bundesregierung.“

Laut Perli habe der Bund für die Privatisierung im Jahr 1998 rund 600
Millionen Euro erhalten, bereits im Jahr 2004 sei das Unternehmen dann
für 1,1 Milliarden Euro an einen Londoner Finanzinvestor weiterverkauft
worden.

​Mittlerweile gehört das Unternehmen einer neuen Investorengruppe,
bestehend u. a. aus dem Münchener Versicherungskonzern Allianz, einem
kanadischen Pensionsfonds und chinesischen Investoren, die dafür mehr als 3,5 Milliarden Euro
zahlten. Genaue und aktuelle Zahlen zu den Profiten von „Tank &
Rast“ sind übrigens nicht bekannt. Immer wieder werden allerdings
Presseberichte veröffentlicht, in denen über schlechte
Arbeitsbedingungen und Bezahlung weit unter Tarifvertrag die Rede ist.


Schlechtes Geschäft für Reisende…

Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) hatte deshalb
jüngst gefordert, die Raststätten zurück in staatliche Hand zu bringen.
Dem schließt sich Victor Perli, Mitglied im Haushaltsausschuss des
Bundestages, stellvertretend für die Linksfraktion an:

„Die Privatisierung war und ist ein schlechtes
Geschäft für Reisende, Beschäftigte und Steuerzahler. Das Prinzip auf
der Autobahn ist so simpel wie ungerecht: Die Kosten für die
Infrastruktur werden vom Staat getragen, die Kunden zahlen Mondpreise
und die Beschäftigten bekommen gerade mal den Mindestlohn.“

Einzige Profiteure seien laut Perli „windige Finanzinvestoren“, die
ihre Gewinne aus diesem Raststätten-System zögen. Parlamentarische
Anfragen von Victor Perli hatten ergeben, dass die Bundesregierung zwar
jedes Jahr ungefähr 100 Millionen Euro in den Bau und die Erneuerung von
Raststätten und Parkplätzen an Autobahnen investiert, „Tank & Rast“
jedes Jahr aber nur ca. 16 Millionen Euro „Konzessionsabgabe“ an den
Bundeshaushalt überweist.


Bundeskartellamt in der Grauzone

Solche Monopole sollten nach dem Willen der Linkspartei durch
möglichst viel Wettbewerb verhindert werden. Das zuständige
Bundeskartellamt winkt allerdings ab: Für Autofahrer stünden schließlich
auch Autohöfe abseits der Autobahnen zur Verfügung, die nicht von
„Tank& Rast“ betrieben werden und die stattdessen angesteuert werden
könnten. Doch laut Victor Perli seien dort die Finanzinvestoren auch
bereits aktiv geworden: Immer mehr Autohöfe wurden von dem Konzern
zuletzt aufgekauft. Die Linke will sich nun gemeinsam mit der
Gewerkschaft NGG dafür einsetzen, eine Rückübertragung der Raststätten
in öffentliche Hand voranzutreiben.

Quelle: https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20190716325449571-raststaetten-verstaatlichung-deutschland/



Ministerium verteidigt private Autobahnraststätten

Deutschland Posted on Tue, July 16, 2019 17:20:01

15. Juli 2019 – 13:50 Uhr

Autobahnraststätten
sollen aus Sicht der Bundesregierung in privater Hand bleiben. Das
System habe sich seit der Privatisierung in den 90er Jahren bewährt,
sagte eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums am Montag in
Berlin. Zuvor hatte die Gastronomie-Gewerkschaft NGG eine
Verstaatlichung gefordert. “Über Pläne für eine erneute Verstaatlichung
kann ich Ihnen nichts berichten.”

Die
Gewerkschaft hatte zum Beginn der Sommerreisezeit die privat geführten
Raststätten kritisiert. Die Privatisierung vor 20 Jahren habe für Gäste
und Personal negative Folgen gehabt: “Während Reisende sogar für den
Toilettengang mit 70 Cent zur Kasse gebeten werden, arbeiten
Beschäftigte teils unter prekären Bedingungen”, hatte der bayerische
NGG-Landesvorsitzende Mustafa Öz am Sonntag gesagt. Trotz hoher Preise
würden die Mitarbeiter nur nach Mindestlohn bezahlt, es fehle Personal.

Quelle: DPA



Erschreckender Preisvergleich

Deutschland Posted on Sun, June 09, 2019 14:41:54

Produkte an Autobahnraststätten zum Teil 1200 Prozent teurer

Berlin. Die Reisewelle auf Autobahnen bedeutet auch Hochbetrieb an
Raststätten – doch für viele Autofahrer heißt das auch: Es wird teuer
beim Kauf von Snacks und Co.

Wer
an der Autobahn mal eben ein Wasser oder einen Schokoriegel kaufen
möchte, wird sich durchaus schon mal die Augen gerieben haben – die
Preise sind gefühlt um ein Vielfaches höher, als im heimischen
Supermarkt. Dieses Gefühl trügt nicht: Das Magazin “Auto-Bild”
hat nun eine Einkaufsliste mit zehn Produkten erstellt, die es
typischerweise an einer Autobahnraststätte zu kaufen gibt – und sie mit
den Durchschnittspreisen im Discounter verglichen. Das Ergebnis
bestätigt: Raststätten an Autobahnen sind deutlich überteuert:

Butterkekse, Glasreiniger, Schokolade

So
kostet etwa eine Packung Butterkekse zu Hause knapp 90 Cent, an der
Autobahn sind es schon drei Euro – eine Steigerung von mehr als 230
Prozent. Doch der prozentuale Anstieg geht noch höher: So kosten
Mini-Salami 348 Prozent
mehr, Glasreiniger 425 Prozent
und Schokolade sogar 510 Prozent
mehr. Den Vogel schießt aber das Wasser ab: Statt rund 20 Cent im
Discounter, zahlt man der “Auto Bild”-Untersuchung zufolge 2,59 Euro an
der Autobahn. 1263 Prozent
mehr!

Für alle Produkte zahlten die Tester knapp zehn Euro beim Discounter, an der Autobahn mit etwa 31 Euro mehr als dreimal so viel.

Eine andere Untersuchung ergab kürzlich, dass Autofahrer im Schnitt
fast ein Drittel (29,86 Prozent) sparen können, wenn sie einen Autohof
anstelle von Raststätten ansteuern. Das hat eine Stichprobe des
Autoclubs Mobil in Deutschland an bundesweit jeweils zehn Anlagen
ergeben.

Unter
die Lupe nahm der Club dabei Preise für einen gleichbleibenden Warenkorb
mit zwölf Produkten wie Cola, Schokolade und Chips sowie Snacks wie
Bockwurst mit Brötchen nebst den Kosten für den Toilettenbesuch und eine
50-Liter-Tankfüllung Diesel. Tanken kostete auf den Autohöfen im
Schnitt ein Zehntel weniger (9,95 Prozent). Die größte Differenz beim
Warenkorb zwischen einer teureren Raststätte und einem Autohof in der
Nähe lag bei knapp 72 Prozent.

Quelle: https://www.noz.de/deutschlandwelt/wirtschaft/artikel/1766306/lebensmittel-an-autobahnraststaetten-zum-teil-1200-prozent-teurer



Tankstelle der Zukunft: Die grünen Energiemakler

Deutschland Posted on Sat, June 01, 2019 18:30:58

Tankstelle der Zukunft: Die grünen EnergiemaklerGeschäftsmodell dürfte sich tiefgreifend ändern

Es erscheint zunehmend wahrscheinlicher, dass der E-Mobilität in naher Zukunft der Durchbruch gelingt. Verbrenner werden sicherlich noch eine Weile unterwegs sein, doch einige Länder der EU haben bereits beschlossen, in absehbarer Zeit die Neuzulassung von Benzin- und Diesel-Fahrzeugen zu verbieten.

Damit erscheint auch das klassische Geschäft der Tankstellen ein Auslaufmodell. Mineralölkonzerne wie Shell oder Aral haben bereits auf diesen sich abzeichnenden Mobilitätswandel reagiert. Doch es wird nicht beim Aufstellen von Ladesäulen bleiben, Zukunftsentwürfe sehen Tankstellen zunehmend in der Rolle als „grüne“ Multiservicewelten und Mobilitätshubs, die für viele Bereiche neuer Mobilität Angebote bereitstellen.

Die klassischen Treibstoffarten Benzin, Diesel und Erdgas werden noch für Jahrzehnte eine zentrale Rolle als Energieträger für unsere Mobilität spielen. Doch die Bedeutung anderer Energieformen wird wachsen. Entsprechend werden Tankstellen ihr Angebot stärker auf die Versorgung batterieelektrischer und wasserstoffgetriebener Fahrzeuge umstellen. Ladestrom wird künftig allerdings vor allem abseits der Tankstellen beziehbar sein, doch Autohöfe eigen sich für die Bereitstellung ultraschneller Ladesäulen, insbesondere entlang der Fernreiserouten, die ein „Betanken“ von E-Fahrzeugen in vergleichsweise kurzer Zeit erlauben.

Shell baut noch in diesem Jahr 50 Schnellladesäulen

Und das nimmt bereits jetzt Formen an. So hat zum Beispiel Shell angekündigt, zusammen mit dem Stromanbieter EnBW in Deutschland Tankstelle der Zukunft: Die grünen Energiemakler, dem weitere folgen sollen. Mit 150 Kilowatt Leistung sollen sie Ökostrom für 100 Kilometer in sechs bis acht Minuten laden.

Darüber hinaus ist Shell derzeit dabei, parallel auch das Netz an Wasserstofftankstellen enger zu stricken. Ende 2018 waren es derer noch 20, Ende 2019 sollen es 100 sein. Dabei handelt es sich um eine Investition und Wette in eine vergleichsweise ungewisse Zukunft. Noch ist ein Durchbruch der H2-Mobilität nicht erkennbar, obwohl diese schon seit Jahrzehnten als Königsweg gehandelt wird. Doch braucht es hierfür entsprechende Autos und gewaltige Investitionen in die Infrastruktur. Vor allem koreanische und japanische Autohersteller zeigen derzeit großes Engagement in diese Richtung. Ob und wann jedoch Brennstoffzellenfahrzeuge in großer Zahl in Deutschland unterwegs sein werden, erscheint ungewiss.

Quelle: https://www.kfz-betrieb.vogel.de/tankstelle-der-zukunft-die-gruenen-energiemakler-a-834711/

Tankstellen könnten Treibstoffe autark produzieren.

Auch für die Energiewende sind noch große Investitionen und viel Engagement nötig. Doch es erscheint möglich, dass wir in vielleicht schon weniger als 20 Jahren unsere Energie vorwiegend aus regenerativen Quellen beziehen. Auch für den Betrieb von Fahrzeugen. Eine 2018 vorgestellte Studie der schweizerischen EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) sieht dabei die Chance, dass Tankstellen künftig mit überschüssiger Energie autark die Treibstoffarten selbst produzieren. Neben Strom für E-Autos per Photovoltaik könnten diese auch Wasserstoff per Elektrolyse oder synthetische Diesel- und Benzinkraftstoffe generieren. Laut dieser Studie könnte dies um 2035 soweit sein. In einer Ende 2018 gemeinsam von Aral und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstmals vorgestellten Studie kommt Tankstellen eine weitreichendere Rolle als nur die des Energiemaklers zu. Demnach könnten sich diese zudem zu Knoten- und Anlaufpunkte für diverse Mobilitätsformen wandeln. Zwar rechnet man damit, dass es 2040 weiterhin klassische Zapfsäulen geben wird, allerdings wird sich ihre Zahl zugunsten von Ladesäulen verringern.

Laut Aral könnten diese mit einer Leistung von 350 Kilowatt den Ladevorgang für viele hundert Kilometer auf wenige Minuten verkürzen. Zusätzlich könnten Tankstellen künftig als Akkuwechselstationen fungieren. Vor allem für elektrisch getriebene Motorroller oder E-Bikes bieten sich derartige „Akku-to-go“-Systeme an. In China arbeitet derzeit der E-Autobauer Nio daran, sogar Wechselakkusysteme für seine Elektroautos aufzubauen.


Servicestation für Roboterautos

Ein weiterer Baustein der von Aral vorgestellten Zukunftsstrategie ist die Funktion der Tankstelle als Servicestation für autonome Fahrzeugflotten. Neben der Versorgung mit Energie, in welcher Form auch immer, wären auch Pflegemaßnahmen wie die Fahrzeugreinigung denkbar. Außerdem soll die Tankstelle eine Art Knotenpunkt werden, an dem viele unterschiedliche Mobilitätsformen aufeinandertreffen. So sieht die Aral-Vision Landeplätze für elektrische Microflieger wie etwa Personendrohen oder eVTOLs vor. Von Lufttaxis können Personen auf dem Gelände der Tankstelle direkt auf autonome Autotaxis oder einen elektrischen Mietroller umsteigen.

Auch als Logistikcenter könnte Tankstellen in Zukunft eine größere Rolle beikommen. Bereits heute finden sich in Deutschland auf etlichen Aral-Tankstellen Paketstationen. Der E-Commerce wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Darüber hinaus erscheinen Postdienstleistungen oder Bankgeschäfte interessante Geschäftsfelder, vor allem angesichts der attraktiven Öffnungszeiten.

Selbstverständlich werden Tankstellen auch in einigen ihrer klassischen Geschäftsfelder weiter aktiv bleiben. Die Rolle als 24-Stunden-Supermarkt wird vermutlich eine tragende Umsatzsäule bleiben. Allerdings sollten Tankstellen, um dem Kunden ein attraktiven Einkaufserlebnis zu bieten, ihr Erscheinungsbild und ihr Angebot verändern. Auch mit dem Ausbau von Gastronomiewelten ließe sich die Attraktivität steigern.

Infotainmentdisplays zeigen Warenangebot im Auto

Tankstellenbetreiber dürften zudem Möglichkeiten der zunehmenden Digitalisierung und Konnektivität stärker nutzen. In China gibt es bereits Servicestationen, deren Warenangebot dem Besucher auf dem Infotainmentdisplay angezeigt wird. Der Kunde kauft per Bildschirmberührung und bekommt die Ware prompt ans Fahrzeug geliefert. Für solche Services würden dann auch neue digitale Bezahlformen wie das In-car-payment interessant werden.

Auch typische Serviceangebote wie etwa Wagenwäsche haben Zukunft. Wenn künftig Tankstellen vornehmlich regenerative Energien bereitstellen, würde der Fahrzeugwäsche ebenfalls ein grünes Antlitz gut zu Gesicht stehen. Ein interessantes Modell hat etwa die PM-Tankstelle Geilenkirchen umgesetzt, die neben der Erzeugung von Solarstrom auch Regenwasser auffängt, sowie Brauchwasser aufbereitet und so für Wagenwäsche kein Trinkwasser mehr verbraucht. Dass Tankstellen grüner werden, ist nicht nur Vision, sondern in Teilen bereits Wirklichkeit.

Quelle: https://www.kfz-betrieb.vogel.de/tankstelle-der-zukunft-die-gruenen-energiemakler-a-834711/index2.html