15. Juli 2019 – 13:50 Uhr

Autobahnraststätten
sollen aus Sicht der Bundesregierung in privater Hand bleiben. Das
System habe sich seit der Privatisierung in den 90er Jahren bewährt,
sagte eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums am Montag in
Berlin. Zuvor hatte die Gastronomie-Gewerkschaft NGG eine
Verstaatlichung gefordert. “Über Pläne für eine erneute Verstaatlichung
kann ich Ihnen nichts berichten.”

Die
Gewerkschaft hatte zum Beginn der Sommerreisezeit die privat geführten
Raststätten kritisiert. Die Privatisierung vor 20 Jahren habe für Gäste
und Personal negative Folgen gehabt: “Während Reisende sogar für den
Toilettengang mit 70 Cent zur Kasse gebeten werden, arbeiten
Beschäftigte teils unter prekären Bedingungen”, hatte der bayerische
NGG-Landesvorsitzende Mustafa Öz am Sonntag gesagt. Trotz hoher Preise
würden die Mitarbeiter nur nach Mindestlohn bezahlt, es fehle Personal.

Quelle: DPA